Geschichten über Oma zum Vorlesen

Bei Oma ist vieles anders: Es gibt Kakao am Nachmittag, alte Fotos in Kisten und Zeit für alle Fragen der Welt. Diese drei Geschichten über Oma wurden für diese Seite geschrieben, für Kinder von etwa 3 bis 7 Jahren. Jede dauert 3 bis 4 Minuten zum Vorlesen. Sie eignen sich auch gut, wenn die Oma weit weg wohnt und das Kind sie vermisst.

Die Geschichten auf dieser Seite sind kostenlos. Die erste Geschichte mit Cuenti ist auch gratis, ohne Anmeldung.

Drei Geschichten über Oma

Eine lustige Geschichte, eine Geschichte vom Vermissen und eine ruhige Gute-Nacht-Geschichte. Am Ende jeder Geschichte steht eine kleine Frage zum Weiterreden.

Omas Zauberkeksdose

4 Min. Vorlesezeit · ab 3 Jahren

Auf Omas Küchenschrank, ganz oben, stand eine blaue Blechdose mit einem goldenen Deckel. „Das ist meine Zauberkeksdose“, sagte Oma immer. „Wer sie öffnet, bekommt genau den Keks, den er gerade braucht.“

Paul glaubte das nicht so richtig. Eine Dose kann doch nicht zaubern. Aber als er an einem Regentag bei Oma war und sich ganz schrecklich langweilte, schob er einen Stuhl an den Schrank, kletterte hinauf und hob vorsichtig den Deckel.

In der Dose lag ein einziger Keks. Er hatte die Form eines Regenschirms. „Ein Regenschirm-Keks?“, murmelte Paul. Da kam Oma in die Küche. „Aha“, sagte sie und lächelte. „Ein Regenschirm-Keks. Dann gehen wir jetzt Pfützen springen.“

Oma holte ihre gelben Gummistiefel, Paul zog seine roten an, und dann sprangen sie draußen in jede Pfütze. Platsch! Platsch! Oma sprang am höchsten. Am Ende waren beide nass bis zu den Knien und lachten so laut, dass der Nachbarshund mitbellte.

Am nächsten Tag war Paul traurig, weil sein Freund Ben krank war und nicht spielen konnte. Er ging zur Dose. Darin lag ein Keks in Form eines Briefes. Oma gab ihm Papier und Buntstifte, und Paul malte Ben ein Bild mit einem riesigen Regenschirm. Oma brachte es mit ihm zum Briefkasten.

Am Abend, kurz vor dem Schlafengehen, öffnete Paul die Dose noch einmal. Darin lag ein runder Keks, so rund wie der Mond. „Was bedeutet der?“, fragte er. Oma setzte sich zu ihm aufs Bett. „Der bedeutet: eine Geschichte und eine ganz feste Umarmung.“

Später, als Paul schon schlief, stellte Oma die Dose wieder auf den Schrank. Sie lächelte und flüsterte: „Morgen backen wir neue Zauberkekse.“ Denn das Geheimnis der Zauberkeksdose kannte nur sie.

Zum Nachdenken: Was glaubst du: Wie hat Omas Dose wirklich gezaubert? Welchen Keks bräuchtest du heute?

Wenn Oma weit weg wohnt

3 Min. Vorlesezeit · ab 4 Jahren

Lenas Oma wohnte weit weg, so weit, dass man einen ganzen Tag mit dem Zug fahren musste. Lena sah sie nur in den Ferien. Dazwischen vermisste sie Oma manchmal so sehr, dass ihr Bauch ganz schwer wurde.

Eines Tages kam ein Paket. Darin lag ein kleines Kissen, das nach Omas Lavendelseife roch, und ein Brief: „Liebe Lena, wenn du mich vermisst, drück das Kissen und schau aus dem Fenster. Ich schaue jeden Abend zum selben Mond wie du.“

Am Abend stellte sich Lena ans Fenster. Da war er, der Mond, rund und hell. „Hallo Oma“, flüsterte sie. Und irgendwie fühlte sich der Mond ein bisschen nach Oma an.

Am nächsten Tag hatte Lena eine Idee. Sie malte ein Bild vom Mond mit zwei kleinen Figuren darunter, eine große und eine kleine. Mama half ihr, die Adresse auf den Umschlag zu schreiben.

Eine Woche später klingelte das Telefon. „Lena!“, rief Oma. „Dein Bild hängt jetzt an meinem Kühlschrank. Jedes Mal, wenn ich Milch hole, sehe ich dich!“

Seitdem schicken sich Lena und Oma jeden Monat einen Brief. Und jeden Abend schauen beide zum Mond. Es ist ein bisschen so, als würden sie sich zuwinken.

Zum Nachdenken: Wen vermisst du manchmal? Was könntest du dieser Person schicken oder malen?

Bei Oma übernachten

3 Min. Vorlesezeit · ab 3 Jahren

Heute durfte Mila zum ersten Mal ganz allein bei Oma übernachten. Sie hatte ihren Schlafanzug dabei, ihre Zahnbürste und ihren Hasen Flocke. Aber als es dunkel wurde, war sie plötzlich nicht mehr so mutig.

„Bei Oma ist das Bett so groß“, sagte Mila leise. „Und es knackt so komisch im Haus.“ Oma setzte sich zu ihr. „Das ist nur das alte Haus“, sagte sie. „Es macht es sich auch gemütlich für die Nacht. Hör mal: Knack. Jetzt hat es sich hingesetzt.“

Mila musste ein bisschen lachen. Dann zeigte Oma ihr etwas Besonderes: eine kleine Lampe, die Sterne an die Decke warf. „Die hat schon deine Mama gehabt, als sie so klein war wie du.“

Mila schaute hinauf. Die Sterne drehten sich ganz langsam. Oma deckte sie zu, bis zur Nasenspitze, und strich ihr übers Haar. Dann summte sie ein altes Lied, ganz leise, ohne Worte. Hmm, hmm, hmm.

„Hat Mama auch dieses Lied gehört?“, fragte Mila schläfrig. „Jeden Abend“, sagte Oma. „Und jetzt du.“

Das Haus machte noch einmal Knack, ganz leise. Aber Mila hörte es nicht mehr. Sie schlief schon, mit Flocke im Arm und Omas Lied im Ohr.

Zum Nachdenken: Was ist bei Oma oder Opa anders als zu Hause? Was magst du dort am liebsten?

Eine eigene Geschichte mit Oma erstellen

Wähle das Alter und eine Idee: Cuenti schreibt und illustriert eine ganz neue Geschichte. Dein Kind kann die Hauptfigur sein, gemeinsam mit seiner Oma.

Optional. Ein Spitzname geht auch.

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Tipps für Geschichten über Oma

  • Den echten Namen verwenden

    Sagt dein Kind „Omi“, „Oma Rosi“ oder „Nonna“? Lies die Geschichte mit diesem Namen vor. So wird es sofort die eigene Oma.

  • Omas Erinnerungen dazu

    Nach der Geschichte fragen: „Was hat deine Oma früher gemacht, als sie klein war?“ Das ist ein schöner Anlass, Fotos anzuschauen.

  • Wenn Oma weit weg wohnt

    „Wenn Oma weit weg wohnt“ hilft beim Vermissen. Malt danach zusammen ein Bild und schickt es per Post, Kinder lieben echte Briefe.

  • Oma liest vor

    Die Geschichten eignen sich auch, damit Oma selbst vorliest, beim Besuch oder per Videoanruf. Viele Großeltern freuen sich über eine fertige Geschichte.

  • Ruhig enden

    „Bei Oma übernachten“ ist die ruhigste der drei Geschichten und passt gut vor dem Einschlafen, besonders vor der ersten Nacht bei den Großeltern.

Häufige Fragen

Für welches Alter sind diese Geschichten über Oma?

Für Kinder von etwa 3 bis 7 Jahren. „Omas Zauberkeksdose“ und „Bei Oma übernachten“ passen ab 3 Jahren, „Wenn Oma weit weg wohnt“ eher ab 4 Jahren.

Sind die Omageschichten kostenlos?

Ja. Alle drei Geschichten sind kostenlos zum Vorlesen zu Hause, in der Kita oder in der Schule. Du kannst sie mit der Druckfunktion deines Browsers ausdrucken.

Stammen die Geschichten aus einem Buch?

Nein. Es sind eigene Geschichten, die für diese Seite geschrieben wurden, ohne Figuren aus Büchern oder Fernsehen.

Gibt es eine Geschichte, wenn das Kind die Oma vermisst?

Ja, „Wenn Oma weit weg wohnt“ erzählt von einem Mädchen, das seine Oma vermisst, und zeigt, wie Briefe und ein gemeinsames Ritual helfen.

Kann ich eine Geschichte mit dem Namen meines Kindes erstellen?

Ja. Gib oben den Namen ein, wähle das Alter und eine Idee, und Cuenti schreibt und illustriert eine neue Geschichte. Die erste ist gratis, und der Name erscheint nie in der Seitenadresse.

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