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Lina war ein kleines Mädchen mit feuerroten Locken, die wie flüssiges Kupfer glänzten, und Augen, die so blau waren wie ein tiefes See. In ihrem Zimmer hing ein altes, mit Sternen besticktes Kissen, das ihr Opa ihr geschenkt hatte. Es war ihr Lieblingskissen, und wenn sie es umschloss, fühlte sie sich sicher, als würde die ganze Welt um sie herum stillstehen.
Eines Abends, als Lina nicht schlafen konnte, sah sie aus dem Fenster und bemerkte, dass die Sterne leise lachten. Neugierig setzte sie sich auf den Fenstersill, um besser zu hören. Da hörte sie ein leises Flüstern: „Wachst du uns zu lange zu, Lina? Wir müssen uns verstecken, wenn du uns siehst.“
Lina lachte leise und fragte: „Warum versteckt ihr euch? Seid ihr nicht schön?“
Ein Stern, der etwas größer als die anderen war, antwortete: „Wir sind schrecklich müde. Wir müssen uns ständig auf den Platz im Himmel setzen, und wenn du uns siehst, müssen wir still sein. Sonst rennen wir davon, und das ist nicht gut.“
Lina dachte nach und sagte dann: „Ich kann euch doch nicht sehen, wenn ihr euch versteckt. Warum versteckt ihr euch nicht einfach in meinem Zimmer? Dort ist es dunkel, und niemand kann euch sehen.“
Die Sterne tuschelten untereinander und der große Stern nickte. „Das ist eine gute Idee. Aber du musst uns versprechen, uns nicht zu wecken, wenn du schläfst. Wir brauchen Ruhe, um morgen wieder hell zu strahlen.“
Lina stieg vorsichtig ins Zimmer, nahm ihr Kissen und legte es vor das Fenster. Die Sterne flatterten leise heran, glitten über das Kissen und verschmolzen mit dem Stoff. Lina legte sich in ihr Bett, das Kissen neben sich, und spürte, wie die Sterne sanft auf sie strahlten. Sie fühlte sich, als würde sie in einen warmen, weichen Wolkenbett getaucht.
In der Nacht schlief sie tief und fest. Als sie am nächsten Morgen aufwachte, war das Kissen etwas wärmer als gewöhnlich. Und wenn sie in die Ferne blickte, schien das Himmelsbild etwas hellere Sterne zu haben, als wenn sie sie normalerweise sah. Sie wusste, dass die Sterne in ihrem Zimmer gewesen waren, und sie lachten, als sie noch schlief.
Von da an schaltete Lina abends immer ihr Licht aus und legte das Kissen vor das Fenster. Die Sterne kamen, um zu schlafen, und Lina fühlte sich sicher und geliebt, weil sie wusste, dass die Sterne für sie da waren, wenn niemand sie sah.
Moral: Liebe und Wärme können selbst in der Dunkelheit strahlen, wenn du sie nur gut genug suchst.
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