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Es war ein sonniger Tag im Kindergarten, als plötzlich alle Lichter ausgingen. „Was ist passiert?“ fragte Lena, während sie sich an der Wand entlangschob. „Vielleicht ist der Strom aus“, sagte Max, aber sein Ton war nicht so sicher, wie er klang. „Wir können doch noch spielen“, meinte Mia, und sofort fingen die Kinder an, mit ihren Stofftieren zu tanzen, obwohl es im Raum stockdunkel war.
Doch dann hörten sie etwas Seltsames. Ein leises, sanftes Leuchten. „Da!“ rief Tom, und alle sahen in die Ecke. Ein kleiner, glitzernder Stern leuchtete sanft, als würde er umherirren. „Er ist verloren“, flüsterte Emma. „Er braucht uns.“
Die Kinder zogen sich langsam näher heran, die Dunkelheit machte sie mutig. „Wir können ihn finden“, sagte Lena, und die anderen nickten. Sie suchten nach einem Weg, um den Stern zu retten. „Er leuchtet am hellsten, wenn wir ihm Mut schenken“, meinte Mia. Also begannen sie, leise zu singen, ein Lied, das sie im Kindergarten oft sangen. Das Licht des Sterns wurde stärker.
„Er will zu Hause sein“, sagte Max. „Aber wie kriegen wir ihn hinauf?“ „Wir können eine Leiter aus unseren Spielsachen bauen“, schlug Tom vor. Die Kinder schoben Bänke und Kästen ineinander, bis eine große, wackelige Leiter entstand. „Vorsichtig, ihr macht das großartig“, lobte die Erzieherin, die sich in der Ecke stand und lächelte.
Lena kletterte als erste hinauf, dann folgten Mia und Emma. Sie griffen nach dem Stern, doch er war so leicht, dass er sich aus ihren Händen löste und wieder in die Luft stieg. „Er will nicht zu uns“, flüsterte Mia. „Er will zu den anderen Sternen.“
Also sangen sie noch lauter, bis das Licht des Sterns so hell wurde, dass es sich wie ein Schimmer über den ganzen Raum ausbreitete. Plötzlich hörten sie ein leises Geräusch, als würde jemand klopfen. „Das ist der Himmel!“, rief Tom. Und da, über dem Kindergarten, öffnete sich ein kleines Fenster im Sternenhimmel, und der verlorene Stern flog hinein, umgeben von warmem, goldenem Licht.
Als das Licht im Kindergarten wieder anging, lachten die Kinder. „Wir haben den Stern gerettet“, sagte Lena. Und so war es. Sie hatten Mut gezeigt, sich nicht vor der Dunkelheit gefürchtet und mit ihrer Fantasie ein Wunder vollbracht. Und als sie sich für die Nacht umzogen, fühlten sie sich sicher und warm, obwohl die Welt außerhalb der Fenster dunkel war.
Moral: Mut und Fantasie können selbst die dunkelsten Momente erleuchten.
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