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Ein kleiner Stern am Himmel hatte lange nicht gelacht. Sein Licht war hell, doch in ihm lag eine Stille, die niemand verstand. Jeden Abend schaute er auf die Erde und sah Kinder spielen, lachen und sich in die Arme fallen. Doch er selbst konnte nicht lachen. Sein Licht glitzerte, doch es fehlte die Wärme des Lachens. Er fragte den Mond: „Warum lache ich nicht?“ Der Mond antwortete sanft: „Vielleicht muss du erst einmal lachen, um es zu finden.“
Der kleine Stern war traurig. Er hatte nie gelernt, wie man lacht. Er fragte den Wind, doch der wehte nur leise vorbei. Er fragte die Wolken, doch sie schwebten in Ruhe. Da hörte er ein leises Knurren und sah einen schlafenden Fuchs, der unter einem Baum lag. Der Fuchs schien müde, aber sein Bauch bewegte sich sanft, als würde er träumen. Der Stern flüsterte: „Weckst du mich, wenn du wach bist?“
Der Fuchs öffnete die Augen und blinzelte. „Was willst du von mir, kleiner Stern?“ fragte er. Der Stern erzählte ihm von seinem verlorenen Lachen. Der Fuchs lachte leise. „Ich kann dir helfen. Aber du musst zuerst mit mir spielen.“
Also flogen sie gemeinsam über die Erde, der Stern glitt über Wälder und Seen, der Fuchs jagte bunte Blätter und versuchte, sie zu fangen. Sie lachten, als der Fuchs stolperte und in ein Blütenfeld fiel. Sie lachten, als der Stern versehentlich einen Regenbogen berührte und er sich wie ein Schmetterling faltete. Und dann, in einem Moment, spürte der Stern etwas Warmes in sich — sein Lachen, das wie ein Funke in ihm aufleuchtete.
Der Mond sah es und strahlte. „Du hast es gefunden, kleiner Stern. Lachen ist ein Geschenk, das man teilt.“ Der Stern lachte laut und hell, und das Licht seiner Strahlung verbreitete sich über die ganze Erde. Kinder unter ihm hörten es und begannen zu lachen, und so wurde die Nacht zum Fest.
Der Fuchs schloss seine Augen, trug den Stern auf seinem Rücken und schlief friedlich weiter. Der Stern wusste nun, dass Lachen nicht verloren gehen kann — es ist nur darauf wartend, geteilt zu werden. Und so blieb er am Himmel, strahlend und glücklich, und lachte mit jedem Wind und jeder Wolke, die ihn umschwebten.
Wenn du in der Nacht hinaufblickst und einen Stern siehst, der besonders lacht, dann weißt du, dass er eine schöne Geschichte mit jemandem geteilt hat — und vielleicht wirst du bald eine haben, die du teilen kannst.
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