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Es war eine kühle Nacht, als die letzte Sternenkatze das erste Mal zu den Kindern kam. Ihre Fell war aus funkelnden Sternen geflochten, und ihre Augen glühten wie zwei kleine Feuerchen. Die Kinder, die in einem kleinen Dorf am Rande der Welt lebten, kannten sie nicht, doch sie spürten, wie ihr Herz still und sicher schlug, wenn sie nahe kam.
„Ich bin die Sternenkatze“, sagte sie mit einer Stimme, die wie ein sanfter Wind klang. „Ich bringe die Träume der Welt zu den Sternen, und ich bringe die Sterne zu den Träumen.“
Die Kinder fragten sie, warum sie so allein war. Die Katze blickte zum Himmel, wo die Sterne wie Perlen an einer Kette glitzerten. „Ich bin die Letzte meiner Art. Die anderen sind zu den Sternen gegangen, und jetzt bin ich allein. Doch ich will nicht allein bleiben.“
Die Kinder schauten sich an. „Können wir bei dir bleiben?“, fragte das kleinste Mädchen, das ihr Haar wie ein Federkissen trug. Die Sternenkatze lächelte. „Ich will nicht, dass ihr traurig seid. Ich will, dass ihr wisst, dass Träume niemals verschwinden, auch wenn sie nicht mehr da sind.“
So verbrachten die Kinder viele Abende mit ihr. Sie hörten Geschichten über die Sterne, sangen leise Lieder und ließen sich von der Katze auf die Schultern tragen, während sie den Himmel betrachteten. Die Sterne schienen näher zu sein, als hätte die Katze die Welt ein kleines Stückchen geöffnet.
Eines Tages, als die Sonne langsam unterging und das Licht golden und weich wurde, sagte die Sternenkatze: „Ich fühle, dass es bald Zeit ist für mich. Aber ich will euch nicht verlassen, ohne euch etwas zu geben.“
Sie zog ein kleines Täschchen aus ihrem Fell hervor. Darin lag ein winziger Stern, der warm und lebendig glühte. „Dieser Stern trägt meine Erinnerungen und meine Liebe. Wenn ihr ihn berührt, können Sie meine Stimme hören, und sie wird euch trösten, wenn ihr traurig seid.“
Die Kinder nahmen den Stern und hielten ihn in ihren Händen. Die Sternenkatze lächelte zufrieden, dann schloss sie ihre Augen. Ihre Stimme war leise, aber klar: „Träume sind wie Sterne. Sie verschwinden nicht, sie schlafen nur.“
Von diesem Tag an, wenn die Kinder den Himmel sahen, wussten sie, dass die Sternenkatze noch bei ihnen war, in jedem funkelnden Licht, in jedem sanften Wind, in jedem Traum, den sie träumten.
Träume verschwinden nie — sie schlafen nur.
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