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In einer stillen Nacht über dem tiefblauen Himmel lebte ein kleiner Mond namens Mönch. Er war anders als alle anderen Monde: Er wollte nie schlafen. Wenn die Sterne auf ihre Liegestühle kletterten und die Wolken sanft über den Himmel schwebten, stand Mönch noch immer auf, drehte sich langsam und grinste in die Dunkelheit. Die anderen Monde sagten: „Schlaf doch, Mönch! Du bist müde!“ Aber Mönch antwortete: „Ich bin nie müde! Ich will einfach nicht schlafen.“
Eines Abends, als die Welt unter ihm ruhig und dunkel war, hörte Mönch ein leises Wimmern. Er blickte runter und sah einen kleinen Fuchs, der unter einem Baum saß und weinte. „Warum weinst du, kleiner Fuchs?“, fragte Mönch. Der Fuchs seufzte: „Ich kann nicht einschlafen. Ich habe zu viele Träume, und ich weiß nicht, welchen ich zuerst träumen soll.“
Mönch setzte sich neben ihn. „Ich kenne das Gefühl. Ich schlafen auch nie, weil ich zu viele Ideen habe. Aber vielleicht hilft es, wenn du die Träume langsam nimmst. Ein Traum nach dem anderen. Und wenn du müde wirst, dann ist es Zeit zu schlafen.“
Der Fuchs nickte. „Das klingt gut. Aber wie schläft man, wenn man zu viele Träume hat?“
Mönch lächelte. „Man schließt die Augen und denkt an die schönsten Dinge – an das Lachen deiner Mama, an die Wärme des Feuers, an die Berge, die du nie gesehen hast. Und dann kommt der Schlaf wie ein sanfter Wind.“
Der Fuchs probierte es. Er schloss die Augen, dachte an die Sonnenblumen im Garten, an den Duft des Regens und an das Kichern seiner Geschwister. Plötzlich fühlte er, wie sein Körper schwerer wurde, und als er die Augen wieder öffnete, stand Mönch über ihm, leise lachend. „Du hast geschlafen, kleiner Fuchs!“, rief er. Der Fuchs nickte und grinste: „Ich hatte die schönsten Träume!“
Von da an schlief Mönch manchmal ein. Wenn er es nicht schaffte, saß er einfach mit anderen Tieren, die nicht einschlafen konnten, und erzählte ihnen Geschichten. Und wenn die Nacht zu Ende war, schwebte er sanft in die Ecke des Himmels und wartete auf die nächste Nacht – mit einem Lächeln und einem Traum im Herzen.
Moral: Manchmal bringt Schlafen die schönsten Träume, wenn man sie mit offenen Augen und einem Herzen voller Liebe sieht.
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